Edle Papiere

Man mag es kaum glauben, aber die Frage, welches Papier für die gewünschten Produkte zum Einsatz kommt, ist eine wichtige Frage. Da von der Beschaffenheit die Möglichkeiten der Veredelungen abhängig sind, muss die Entscheidung für eine Papiersorte sogar ziemlich frühzeitig in der Projektplanung erfolgen. Dabei muss man die gewünschte Weiterverarbeitung genau abwägen. Soll das Papier bedruckt werden? Soll es per Hand beschrieben oder mit Watercolor-Motiven verziert werden? Das funktioniert nicht auf jedem Papier.

Edle Papier für wunderschöne Einladungen

Farbe und Stärke

Die Farbe des Papiers wird meist passend zum Anlass gewählt. Beispielsweise steht eine Hochzeit bei vielen Brautpaaren unter einem bestimmten Farbmotto. Dieses Motto kann bei den Einladungen, Tischkärtchen, Menükarten und all den sonstigen gewünschten Produkten wieder aufgenommen werden. Oftmals entscheidet man sich jedoch für einen weißen Farbton und setzt dann die Akzente in Farbe. Dabei ist weiß nicht gleich weiß. Weiße Papiere gibt es in vielen Abstufungen. Reinweiß, hochweiß, cremefarben, altweiß, elfenbeinfarben… Hier sucht man sich zur ergänzenden Farbe einen passenden Ton heraus.

Es ist klar, dass man für hochwertige Papeterie kein büroübliches 80g Kopierpapier benutzt. Geringe Papierstärken werden meist nur bei Einlegeblättern genutzt. Die Einlegeblätter sind dabei oftmals aus Transparentpapier, was hochwertiger wirkt, als normales Kopierpapier. Für die Karten wählt man eine höhere Grammatur. Ab 180g/m² erhält man schon gute Ergebnisse. Optimal ist ein Gewicht von 250g bis 300g. Einschränkungen gibt es hier bei der Bedruckbarkeit. Ab einer bestimmten Stärke können Papiere nicht mehr in guter Qualität bedruckt werden. Es kann zu Aussetzern kommen, wenn das Papier hängen bleibt, oder die Transportrollen im Drucker hinterlassen hässliche Streifen.

Edle Papiere in verschiedenen Farben und Gewichten
Papiermustervorlage

Welches Papier für was?

Wie oben bereits angedeutet, eignet sich nicht jedes Papier für alle Projekte. Möchte man die Papeterie bedrucken, darf es nicht zu dick sein. Möchte man es mit Kalligrafie beschriften, muss das Papier das Kratzen der Feder aushalten und darf sich dabei nicht zerfasern. Auch darf die Tinte nicht so stark einziehen, dass die Schrift „ausblutet“, was unschöne Ränder an den Wörtern zur Folge hat. Möchte man großflächige Watercolor-Elemente aufbringen lassen, muss das Papier wiederum so saugfähig sein, dass es sich dabei nicht wellt. Selbst für Motive mit Embossing-Technik gibt es ungeeignete Papiere. Möchte man ein hübsches Lettering für seine Papeterie, braucht man eine glatte Oberfläche, da sonst die Stifte kaputt gehen.

Bei diesen vielen Eigenarten kann man schnell vor Herausforderungen stehen, wenn ein gewünschtes Papier nicht mit der gewünschten Technik kompatibel ist.

Alles auf einem Blick

Um meinen Kunden die bestmöglichste Papierberatung zu geben, habe ich mir Papiermuster-Blätter erstellt. Diese Blätter haben ca. die Größe einer Postkarte. Jedes Musterblatt ist aus einer anderen Papiersorte oder einer anderen Grammatur.

Gleich auf einem Blick kann man sehen, ob sich das Papier zum Bedrucken eignet, ob man es mit Tinte und Stift beschreiben kann. Außerdem findet man auf den Musterkarten den kompletten Namen des Papieres, die Grammatur und welche Einstellungen ich beim Probedruck gewählt hatte. Mit diesen Papieren in der Hand fällt die Entscheidung viel leichter.

Habe ich Ihr Interesse geweckt? Dann freue ich mich über Ihre Papeterie-Anfrage oder eine allgemeine Anfrage über mein Kontaktformular.

Papiermuster Mappe